Umgang mit Rückfällen: Brause und Süßigkeiten
Ein Rückfall in alte Gewohnheiten, wie das Verlangen nach zuckerhaltiger Brause und Süßigkeiten, kann passieren. Wichtig ist es, diesen Rückfall als solchen zu erkennen und sofort gegenzusteuern – insbesondere, wenn Vorerkrankungen wie die Koronare Herzkrankheit (KHK), die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK) vom Oberschenkeltyp im Stadium IIa und Diabetes Typ 2 vorliegen.
Erste-Hilfe-Plan beim Zucker-Rückfall
- Ruhe bewahren: Ein einmaliger Rückfall ruiniert nicht alle bisherigen Fortschritte. Verurteilen Sie sich nicht selbst.
- Zufuhr sofort stoppen: Stellen Sie die Brause weg und räumen Sie restliche Süßigkeiten aus dem Sichtfeld oder entsorgen Sie diese.
- Wasser trinken: Trinken Sie ein bis zwei große Gläser Wasser oder ungesüßten Tee, um den Körper zu unterstützen und ein weiteres Heißhungergefühl abzumildern.
- Blutzucker kontrollieren: Aufgrund des Diabetes Typ 2 sollten Sie Ihren Blutzuckerspiegel messen, um zu prüfen, wie stark er angestiegen ist, und gegebenenfalls nach ärztlicher Anweisung handeln.
- Bewegung einbauen: Ein moderater Spaziergang hilft dem Körper, den massiv aufgenommenen Zucker (Glukose) schneller in die Zellen zu schleusen und abzubauen. Gleichzeitig fördert dies die Durchblutung der Beine, was bei der pAVK von entscheidender Bedeutung ist.
- Gesunde Alternativen für die Zukunft: Haben Sie bei Süßhunger immer Nüsse, Gemüsesticks oder eine kleine Portion zuckerarmes Obst (z.B. Beeren) griffbereit.
Was ist gut für KHK, pAVK (Oberschenkeltyp Stadium IIa) und Diabetes Typ 2?
Die Kombination dieser drei Erkrankungen erfordert eine besondere Aufmerksamkeit für Ihre Gefäßgesundheit und den Blutzuckerspiegel. Die Hauptziele sind: Blutzucker stabilisieren, das Fortschreiten der Arterienverkalkung stoppen und die schmerzfreie Gehstrecke verlängern.
1. Die richtige Ernährung (Mediterrane Kost)
- Ballaststoffe bevorzugen: Setzen Sie auf viel Gemüse, Salate und Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen). Diese liefern wichtige Ballaststoffe, sättigen gut und lassen den Blutzuckerspiegel nur sehr langsam ansteigen.
- Gesunde Fette statt tierischer Fette: Verwenden Sie hochwertiges Olivenöl oder Rapsöl. Essen Sie regelmäßig Omega-3-reichen Fisch (z.B. Lachs, Makrele oder Hering) anstelle von fettem Schweine- oder Rindfleisch sowie Wurstwaren.
- Vollkorn statt Weißmehl: Vollkornbrot und Vollkornnudeln halten den Blutzucker bei Diabetes Typ 2 deutlich stabiler als Produkte aus ausgemahlenem Weizenmehl.
- Zuckerfreie Getränke: Trinken Sie ausschließlich Wasser, ungesüßten Tee oder Kaffee. Brause, Säfte und Limonaden sind aufgrund des hohen Zuckergehalts Gift für Ihre Gefäße.
- Nüsse und Samen: Eine kleine Handvoll ungesalzene Nüsse (z.B. Walnüsse oder Mandeln) pro Tag liefert gesunde Fette und schützt aktiv die Blutgefäße.
2. Bewegung und Lebensstil
- Konsequentes Gehtraining: Dies ist die wichtigste Maßnahme bei pAVK Stadium IIa (der sogenannten Schaufensterkrankheit). Regelmäßiges Gehen bis an die Schmerzgrenze und kurze Pausen regen die Bildung von Umgehungskreisläufen (Kollateralgefäßen) im Oberschenkel an. Dies kann die schmerzfreie Gehstrecke oft deutlich verlängern.
- Rauchstopp: Falls Sie rauchen, ist dies die absolut wichtigste Maßnahme überhaupt. Rauchen verengt die Gefäße sofort und ist der mit Abstand größte Risikofaktor für das Fortschreiten von pAVK und KHK.
- Gewichtskontrolle: Ein normales Körpergewicht (bzw. eine Gewichtsreduktion bei Übergewicht) entlastet das gesamte Herz-Kreislauf-System, verbessert die Insulinresistenz beim Diabetes und macht das tägliche Gehtraining deutlich leichter.
- Regelmäßige ärztliche Kontrollen: Blutdruck, Blutzucker (Langzeitwert HbA1c) und die Cholesterinwerte müssen engmaschig überprüft und medikamentös gut eingestellt sein.
Zusammenfassung
Lassen Sie sich von einem Rückfall nicht entmutigen. Kehren Sie so schnell wie möglich zu einer gefäßfreundlichen, zuckerarmen Ernährung und Ihrem täglichen Gehtraining zurück. Ihre Herzkranzgefäße und Beinarterien werden davon massiv profitieren