Schloss Ahrensburg
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Das leuchtend weiße, von einem Wassergraben umgebene Schloss Ahrensburg liegt im südlichen Schleswig-Holstein, nordöstlich von Hamburg und nördlich des Stadtzentrums von Ahrensburg an der Lübecker Straße. Es ist in einen sehr schönen englischen Landschaftspark eingebettet. Das kleine Schloss wird allgemein als Herrenhaus bezeichnet. Früher, in der Renaissancezeit bis zur Weimarer Zeit, lag es inmitten der Ländereien eines adligen Gutes.
Das Schloss ist eine bekannte Renaissance-Architektur Schleswig-Holsteins und ist der Öffentlichkeit zugänglich.
Geschichte
Familie Rantzau Ära
Im 16. Jahrhundert war der dänische König auch Herzog von Holstein. 1567 beschenkte König Friedrich II. seinen Feldherrn Daniel Rantzau als Dank für dessen herausragende militärische Dienste mit den Dörfern Woldenhorn, Ahrensfelde, Meilsdorf und Bünningstedt. Daniel Rantzau ließ die alte Burg Ahrensfelde abreißen und begann an einer idyllischen Stelle am Fluss Hunnau im Hunnautal mit dem Bau eines Herrenhauses, wobei Steine der alten Ahrenfelder Burg verwendet wurden. Er starb jedoch bereits 1569 während eines Feldzugs bei der Belagerung der Festung Varberg in Schweden, noch bevor das Herrenhaus fertiggestellt war. Er war nicht verheiratet und hatte keine Kinder. Sein Bruder Peter Rantzau führte den Bau fort und vollendete das Herrenhaus 1585. Peter Rantzau zog mit seiner Frau in das Schloss Ahrensburg und starb 1602, siebzehn Jahre nach dessen Fertigstellung. Er hinterließ die Bedingung, dass seine Nachfahren sein soziales Werk erhalten. Nach dem Dreißigjährigen Krieg zehrten die Kosten des Krieges an der Familie Rantzau, viele ihrer Güter wurden zerstört und gebrandschatzt, und der Wiederaufbau ihres Vermögens war schwierig. Sie konnten das alte Schloss Ahrensburg noch halten. Die Familie Rantzau verschärfte die Regeln der Leibeigenschaft und ordnete mehr und längere Frondienste an. Es kam auch zu vielen Bauernaufständen. Noch etwa 100 Jahre konnten sie das Schloss halten, doch sie verarmten langsam immer mehr.
Familie Schimmelmann
Heinrich Carl von Schimmelmann war Kaufmann, Sklavenhändler und Berater des dänischen Königs. Er stieg zum reichsten Kaufmann Europas auf und wurde für seine Dienste am dänischen König zum Ritter geschlagen. Er kaufte 1759 das Schloss Ahrensburg von der Familie Rantzau. Die Familie Schimmelmann prägte das wirtschaftliche und soziale Leben in Ahrensburg durch enge Verbindungen zum dänischen Königshof. Das Herrenhaus wurde zu einem barocken Schloss und später zu einem klassizistischen Meisterwerk umgebaut.
Das Ende einer Ära und ein bleibendes Erbe
Dem Schloss Ahrensburg drohte 1932 die Zwangsversteigerung, da die Familie Schimmelmann langsam verarmte und sich das Schloss nicht mehr leisten konnte. 1934 erwarb die Kreissparkasse Stormarn das Schloss Ahrensburg. 1938 wurde der Verwaltungsverein gegründet, der das Schloss seitdem verwaltet.
Als kultureller Veranstaltungsort
Das Schloss Ahrensburg eignet sich ideal für Lesungen, Konzerte, Ausstellungen sowie private Feiern und Hochzeiten im historischen Ambiente. Verschiedene Räume bieten unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten:
- Salon Louis-Seize (2. OG): Trauung, Lesung, kleiner Vortrag, ca. 14 Plätze
- Bibliothek (2. OG): Trauung, Lesung, ca. 18 Plätze
- Gartensaal (EG): Lesung, Konzert, Trauung, 28–35 Sitzplätze, zusätzlich ca. 15 Stehplätze (bis zu 60 Personen)
- Schlosskeller / Gewölbe: Stimmungsvolles Ambiente für Feiern, bis zu 80 Personen an runden Tischen
- Schlosspark (Open-Air-Bühne): Open-Air-Konzerte, Kino und Events
Weblinks
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