Doku-Generatoren im Vergleich

Hinweis: Diese Inhalte wurden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überprüft (Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act).

Ein Doku-Generator ist eine Art Druckmaschine: Vorne steckt man einfache Textdateien hinein – meist im Notizformat Markdown – und hinten kommt eine fertige Website oder ein Online-Buch heraus. „Fertig" heißt hier statisch: Die Seiten werden einmal gebaut und dann nur noch angezeigt, ganz ohne Datenbank (englischer Sammelbegriff: static site generator). Innerhalb der Gruppe gibt es zwei Zweige: spezialisierte Dokumentations-Generatoren (mdBook, Sphinx, MkDocs, Antora) und allgemeine Website-Generatoren (Hugo, Jekyll, Zola), die alles vom Blog bis zum Handbuch bauen.

Dieses Wiki nutzt heute den Doku-Generator mdBook. Diese Seite vergleicht mdBook mit den Alternativen – an den Maßstäben aus Software für ein großes Wissensprojekt.

Fachwörter wie Markdown, Git, Open Source, Schnittstelle, MCP oder RAG sind in Software für ein großes Wissensprojekt in einer kurzen Liste erklärt.

Warum diese Gruppe gut zu den Projektzielen passt

Fast alle Punkte aus der Zielliste sind bei Doku-Generatoren automatisch erfüllt:

  • Keine persönlichen Daten: Es gibt keine Nutzerkonten – nur Texte.
  • Datenbank-neutrale Sicherung: Die „Sicherungsdatei" ist der Ordner mit den Markdown-Dateien selbst. Jeder kann ihn kopieren, lesen und woanders weiterverwenden.
  • Offen und kostenlos: Alle hier verglichenen Kandidaten sind Open Source – Ausnahme ist der weiter unten genannte Bezahldienst Obsidian Publish.
  • KI-Zugang: KI-Werkzeuge wie Claude Code öffnen die Textdateien direkt – man braucht nicht einmal eine Schnittstelle.
  • Versionsverwaltung: Die Dateien passen perfekt zu Git (Zeitmaschine für jede Änderung).

Der Schwachpunkt ist immer derselbe: Ab vielen tausend Seiten dauert das Bauen länger, es gibt keine feine Rechteverwaltung, und wenn zwei Menschen dieselbe Datei ändern, gibt es einen Konflikt, den jemand von Hand auflösen muss.

Die Kandidaten

mdBook – schlank und robust (heute im Einsatz)

  • Sprache: Rust. Offene Lizenz (MPL-2.0). Damit ist das offizielle „Rust-Buch" gebaut.
  • Aufbau: Eine Datei SUMMARY.md ist das Inhaltsverzeichnis, alles Weitere sind Markdown-Dateien. Eine einzige Einstellungsdatei book.toml.
  • Kann: Seitenleiste, eingebaute Volltextsuche, mehrere Farbschemata, Code-Hervorhebung.
  • Kann nicht: Mehrsprachigkeit von Haus aus, Versionsstände eines Artikels, freieres Website-Layout. Es ist bewusst „nur" ein Buch.
  • Für 10.000+ Seiten: Unklar – mdBook ist für überschaubare Handbücher gedacht, nicht erprobt für ein Nachschlagewerk dieser Größe.

MkDocs mit dem Design „Material"

  • Sprache: Python. Offene Lizenzen (MkDocs BSD, Material MIT). Einige Zusatzfunktionen erscheinen zuerst im kostenpflichtigen „Insiders"-Programm und wandern nach und nach in die freie Version.
  • Kann: Sehr gute Suche, klares Aussehen, viele Erweiterungen; Mehrsprachigkeit über eine Erweiterung.
  • Gemeinschaft: Groß und aktiv. Sehr beliebt für Software-Handbücher.
  • Für 10.000+ Seiten: Machbar; große Projekte setzen es ein.
  • Einordnung: Der wahrscheinlich einfachste Umstieg von mdBook mit deutlich mehr Funktionen.

Docusaurus

  • Sprache: JavaScript/React, gebaut und gepflegt von der Firma Meta. Offene Lizenz (MIT). Weit verbreiteter Doku-Generator.
  • Kann: Versionsstände und Mehrsprachigkeit ab Werk, interaktive Bausteine direkt im Text, große Websites mit vielen Bereichen.
  • Haken: Schwergewichtiger Aufbau (Node.js, eine JavaScript-Umgebung), längere Bauzeiten, mehr zu lernen.
  • Für 10.000+ Seiten: Ausdrücklich dafür gedacht.

Sphinx

  • Sprache: Python. Offene Lizenz (BSD). Der Veteran – damit ist die Python-Dokumentation gebaut. Die Hosting-Plattform „Read the Docs" entstand ursprünglich rund um Sphinx, baut heute aber auch andere Generatoren.
  • Kann: Echte Querverweise, Stichwortverzeichnisse, PDF-Ausgabe. Versteht neben seinem eigenen Format „reStructuredText" (ein älteres Notizformat wie Markdown) auch Markdown selbst (über die Erweiterung MyST). Versionsstände (ein Umschalter zwischen Doku-Ständen) gibt es über Read the Docs oder eine Erweiterung, nicht im Kern.
  • Haken: Wirkt technisch und etwas altbacken; die eigene Schreibweise ist gewöhnungsbedürftig.

Antora

  • Sprache: JavaScript. Offene Lizenz (MPL-2.0). Schreibweise: AsciiDoc (mächtiger als Markdown, aber weniger verbreitet).
  • Besonderheit: Gebaut, um Dokumentation aus vielen getrennten Lagern zusammenzuführen und zu versionieren. Stark, wenn das Wissen später auf mehrere Projekte aufgeteilt wird.

Hugo

  • Sprache: Go. Offene Lizenz (Apache-2.0). Höchstes Bautempo – baut auch sehr große Websites in Sekunden.
  • Kann: Alles von Blog über allgemeine Website bis Handbuch. Sehr große Gemeinschaft, viele Designs.
  • Haken: Kein reiner Doku-Generator; für ein Doku-Design braucht man ein passendes Thema (z. B. „Docsy"). Die Vorlagensprache ist gewöhnungsbedürftig.
  • Für 10.000+ Seiten: Von allen hier die beste Wahl bei reiner Menge und Bautempo.

Weitere, kurz

ProgrammKurzbeschreibung
JekyllDer Ruby-Klassiker für GitHub Pages (ein kostenloser Hosting-Dienst von GitHub). Wird ab vielen Seiten langsam.
ZolaWie Hugo, aber in Rust geschrieben und mit bewusst kleinerem Funktionsumfang. Sehr schnell.
VitePressDoku-Generator auf Basis von Vue und Vite (ein Web-Framework und sein Bau-Werkzeug). Gut für Handbücher.
StarlightDoku-Design für das Website-System „Astro". Suche und Mehrsprachigkeit mitgeliefert. Gut für kleine bis mittlere Dokumentationen.
QuartzBaut aus einem Obsidian-Notizbuch eine Website – mit Rückwärts-Verweisen (wer verlinkt auf diese Seite?). Für vernetzte Wissensgärten.
QuartoFür wissenschaftliches Schreiben: Bücher, Websites und PDF aus einer Quelle, mit direkt ausführbaren Code-Blöcken (Python, R).
Jupyter BookVerwandelt Rechen-Notizbücher in ein Online-Buch. Version 2 nutzt statt Sphinx die MyST-Engine.

Nicht empfehlenswert für dieses Projekt: Obsidian Publish – der Veröffentlichungs-Dienst der Notiz-App Obsidian ist kostenpflichtig und nicht Open Source. Das Schreiben in Obsidian selbst ist kostenlos; nur zum Veröffentlichen dann besser Quartz nehmen.

Sonderfall: KI-kompatible Wissenssysteme (LLM-Wiki / Co-Wiki)

Die neueste Gruppe sind Wissenssysteme, die von Grund auf für die Zusammenarbeit mit KI gebaut sind – LLM-Wiki (nach dem großen Sprachmodell hinter Chat-KI) oder Co-Wiki genannt. Sie sind meist kein eigenes Programm, sondern ein Organisationsmuster: kleine, klar benannte Markdown-Dateien, dazu eine einheitliche KI-Andockstelle (MCP) und die Technik RAG („erst nachschlagen, dann antworten"). Ein Doku-Generator wie mdBook baut daraus die sichtbare Website.

Dieses Wiki folgt dem Co-Wiki-Prinzip: einfache, KI-lesbare Markdown-Dateien mit menschlicher Redaktion. Die ausführliche Erklärung steht in Co-Wiki: Mensch & KI; der technische Hintergrund im Überblick und in der Architektur.

Vergleichstabelle

ProgrammSpracheSchreibweiseSuche ab WerkMehrsprachig ab WerkVersionsständeSehr viele SeitenGemeinschaft
mdBook (heute)RustMarkdownJaNeinNeinUnerprobtMittel
MkDocs + MaterialPythonMarkdownJa (sehr gut)Über ZusatzÜber ZusatzJaGroß
DocusaurusJavaScriptMarkdown/MDXÜber ZusatzJaJaJaSehr groß
SphinxPythonreStructuredText / MarkdownJaJaÜber ZusatzJaGroß
AntoraJavaScriptAsciiDocÜber ErweiterungTeilweiseJaJaMittel
HugoGoMarkdownÜber ThemaJaÜber AufbauJa (am schnellsten)Sehr groß
QuartzTypeScriptMarkdownJaNeinÜber GitMittelMittel

Empfehlung für dieses Projekt

  • Beim datei-basierten Aufbau bleiben, aber mehr Funktionen: von mdBook zu MkDocs mit Material wechseln – ähnliche Einfachheit, deutlich bessere Suche, Mehrsprachigkeit und Erweiterungen.
  • Wenn Versionsstände und Mehrsprachigkeit wichtig werden: Docusaurus.
  • Wenn es vor allem um schiere Menge und Bautempo geht: Hugo mit einem Doku-Thema.
  • Wenn die starke Vernetzung der Artikel im Vordergrund steht: in Obsidian schreiben und mit Quartz veröffentlichen.
  • Sobald viele Menschen gleichzeitig schreiben sollen oder eine feine Rechteverwaltung nötig wird, ist die Grenze der Doku-Generatoren erreicht – dann zu den Wiki-Programmen wechseln.

Quellen


Hinweis: Diese Inhalte wurden mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt und redaktionell überprüft (Transparenzhinweis gemäß Art. 50 EU AI Act).